Jun 19 2011

Samstag, 19.06.10 Québec (Kanada)

Wir haben heute Nacht gut geschlafen und wenn das Frühstück auch nicht mit dem in Montréal zu vergleichen ist, so war es doch in Ordnung. Auch heute war wieder ein herrlich schöner, sonniger und super warmer Sommertag und so marschierten wir auch bald los, um die Stadt zu erkunden.

Schon der Weg zur Zitadelle am Cap Diamant, von wo aus wir unserer Tour starten wollten, war toll. Er führte uns durch sehr enge Sträßlein und Gassen, alles sehr französisch anmutend und mir gefiel es hier auf Anhieb unglaublich gut. Dass man sich jedoch in Kanada befindet, daran erinnern immer wieder die steinernen „Inukshuk“ der Inuit-Kultur.

Wir liefen durch den Park “Parc des Champs-de-Bataille” in Richtung Zitadelle. Hier findet täglich um 10:00 Uhr ein Wachwechsel statt. Da wir hierfür aber zu spät dran waren, sparten wir uns den Eintritt und gingen gleich die Promenade des Gouverneurs entlang, von wo aus man immer auf die andere Seite des Ufers nach USA blicken kann.

Und dann erreichten wir auch schon ein absolutes Highlight der Stadt, das Chateau Frontenac. Das 1893 errichtete Schloss (nun ein Hotel) thront wirklich elegant und prachtvoll über der Stadt. Kein Wunder, dass dieses Bauwerk als das meist fotografierte Hotel der Welt gilt. Später haben wir uns das Schloss dann auch noch von innen angesehen. Zumindest den Lobby-Bereich, denn eine Führung wollten wir nicht machen.

Wir waren also schon mitten im “Vieux Québec”, dem unglaublich charmanten Altstadtviertel. Hier herrschte reges Treiben, was evtl. auch am heute stattfindenden Radrennen lag, der Tour de Beaucé, für welches einige Straßen abgesperrt waren. Was für ein Spektakel, wenn all die Radler und vor allem auch die Servicefahrzeuge um die Kurve geprescht kamen!

Wir erkundeten weiter die Altstadt, kamen am Museum “Musée de l´Amérique francaise” vorbei, das ein wenig wie ein Fort aussieht, gingen über den Place D´Youville und bekamen langsam Hunger. Bei Mc Donalds machten wir Mittagspause und ruhten ein wenig aus, bevor wir uns auf den Weg zum Quartier Petit Champlain machten.

1608 war dieses Viertel noch ein kleiner Küstenort, heute ein absolutes Touristenmagnet. Die engen Gassen mit Kopfsteinpflaster sind gesäumt von Restaurants, Boutiquen, Cafés usw. und die restaurierten historischen Gebäude sind gleichermaßen beeindruckend wir romantisch. Hoch in die Stadt fuhren wir dann vom Quartier Petit  Champlain mit dem Funiculaire de Vieux Québec, einer Art Außenaufzug den Berg hoch. 2,00$ pro Person war es uns allemal wert, mit dem 130 Jahre alten Gefährt bequem nach oben zu gelangen.

Wir liefen weiter in Richtung Place Royale, einem Gebiet, in welchem es die Wandmalerei “ Mural of Quebecers” zu bewundern gibt. 400 Jahre Stadtgeschichte wurde hier künstlerisch festgehalten. Tolle Kulisse, mit der Eglise-Notre-Dame-des-Victoires im Hintergrund, die wir leider nicht von innen besichtigen konnten, da hier gerade eine Hochzeit stattfand.

Die Beine schmerzten schon langsam, als wir weiter gingen zum Parliament Hill. Auch hier eine nette Gegend, tolle Gebäude, Springbrunnen. Es ist einfach eine herrliche Stadt.

So langsam begaben wir uns dann auf den Rückweg. Der Himmel verdunkelte sich langsam, Wind kam auf und es sah stark nach Regen aus. Zufälligerweise kamen wir am Hilton vorbei, wo heute Graduation der Abschlussklasse 2010 gefeiert wurde. Wow, alle waren toll gestylt und sahen sehr stolz aus!

Wir liefen dann wieder durch tolle Straßen in Richtung Hotel, kamen aber nicht an einer Eisdiele vorbei, ohne uns 2 so leckere Kugeln Pistazie und Whiskey-Eis zu gönnen. Und dann fing es an zu regnen, wir wurden auf den letzten 10 Minuten unseres Heimweges also noch naß!

Wort des Tages: charmant-französisches Québec




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