Jun 22 2011

Dienstag, 22.06.10 Tadoussac – Vermont (Kanada / USA)

Wir hatten uns gestern Abend noch spontan dazu entschlossen, heute eine Whale-Watching-Tour zu machen. Alternativ hätten wir dies in Boston in unser Programm aufgenommen, doch der Wetterbericht sagt dort in den nächsten Tagen Regen an.

Frühstück machte uns Carole deshalb heute schon um 07:00 Uhr und so hatten wir das Vergnügen mit ihrer zuckersüßen 2-jährigen Tochter am Tisch zu sitzen. Sie war um diese Zeit schon putzmunter, plapperte fleißig auf französisch mit uns und brachte lauter leckere Sachen an den Tisch. Stefan bot sie sogar ihren offenbar heißgeliebten Nesquick an (“tu veux, Monsiuer?”), einfach goldig!

Und dann checkten wir aus, damit wir rechtzeitig am hanfen sein konnten, um unsere Tickets zu kaufen. Es war ein sehr herzlicher Abschied und wir bekamen als Andenken einen selbst gehäkelten Topflappen geschenkt. Einfach super nett.

Wir kauften Tickets bei “Croisières Dufon” und zahlten pro Person 72$ für die 3-stündige Tour. Wir bekamen noch Hosen und Jacken als Wind- und Wasserschutz und fingen sofort an zu schwitzen, da wir mit Fleece-Pulli drunter ganz schön warm eingepackt waren. Doch als wir dann ablegten waren wir mehr als froh um die warmen Sachen, denn mit dem Wind auf dem Meer hatte es nur knapp 3°.

Es ist wirklich so, dass es im St. Lorenz Strom sehr, sehr viele verschiedene Walarten gibt (z.B. Mink-, Finn-, Buckel-, Blau- und Belugawal); denn hier gibt es einfach so viel zu fressen für diese Giganten, dass sie sich hier tummeln. Aber: es ist eben “nur” ein Fluss und kein Meer und so bekamen wir von den riesigen Walen leider immer nur die Rückenflossen zu sehen und nicht die Schwanzflosse, wie das in Neuseeland der Fall war, als die Wale dort viel tiefer abtauchten. Sehr schade! Hier aber dennoch ein paar Eindrücke der Tour:

Auch gab es entgegengesetzt der Aussage eines Mitarbeiters gestern noch gar keine Humpback-Wale (Buckelwale), denn diese treiben sich meist erst ab Anfang Juli in diesen Gewässern rum. Und das enttäuschte uns schon sehr, denn diese Gesellen sind super aktiv, schießen aus dem Wasser nach oben wenn sie fressen, und schmeißen sich dann rücklings wieder ins Wasser usw. Tja, das durften wir leider nicht sehen.

Leider waren wir auch nach gut 2 1/2 Stunden schon wieder am Hafen, und die letzten 20 Minuten cruisten wir im Fjord rum, was uns auch nicht wirklich gefiel. Wir wollten ja schließlich Wale sehen und nicht Bötchen fahren..! Unser Hinweis darauf wurde aber abgetan und so blieb leider ein kleiner fader Beigeschmack, als wir uns von diesem schönen Landstrick Kanadas verabschiedeten und uns auf den Weg nach Boston begaben.

Ca. 800 km lagen nun vor uns. Wir fuhren also fast die gleiche Strecke zurück nach Québec, wo wir uns eigentlich noch den Wasserfall von Montmorency anschauen wollten, doch da dies 10 $ Eintritt gekostet hätte, hakten wir das ab und fuhren weiter. Ab und zu hielten wir an, um etwas zu essen, ansonsten fuhren wir durch. So erreichten wir gegen 20:30 Uhr die Grenze zu den USA, wo wir sogar recht zügig durch kamen. Nun waren wir also im Staat Vermont. Langsam waren wir müde und machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Doch wir fanden nichts. Entweder, es wurden horrende Preise von über 100 $ verlangt, oder aber die Zimmer waren dermaßen asslig  und bäh, dass wir dort wirklich nicht schlafen wollten.

Da es inzwischen auch schon 23:00 Uhr geworden war, beschlossen wir, auf einem Parkplatz im Auto zu übernachten. Gesagt, getan. Gute Nacht!

Wort des Tages: Herbergssuche




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