Sep 26 2009

Samstag, 26.09.09 Ko Samui (Thailand)

Für den heutigen Tag war eine Inselrundfahrt geplant. Diese gibt es natürlich auch bei den zahlreichen Tour Operators, aber für den kleinen Geldbeutel tut´s auch ein kleiner schwarzer Automatikroller. Diesen haben wir am späten Vormittag bei unserem Guesthouse für, wie ich finde, günstige 200 Baht, für den ganzen Tag gemietet. Mit einer Werbebroschüre, auf der alle unsere Sightseeing-Ziele abgebildet und kartografisch erfasst waren, sind wir mit unserem Roller losgebraust. Pünktlich wie bestellt, hat es natürlich auch gleich angefangen zu regnen, und zwar so, dass wir uns nach einem Kilometer bereits wieder unterstellen mussten.

Als der Regen kurze Zeit später nachgelassen hatte, sind wir nach einem kurzen Tankstopp unserem ersten Ziel entgegen gefahren – dem Big Buddha. Dies ist eine übergroße goldene Buddha-Statue am Ende eines schmalen Piers im Nordosten der Insel.

Rund um den Buddha sind eine Reihe Glocken angebracht, die jeder mit einem Holzschlegel reihum einmal anschlägt, um für sich etwas zu erbitten(soweit wir das richtig verstanden haben..).

Am Fuße des Buddhas befinden sich diverse kleine Statuen, allesamt in Gold gefasst. Wie überall, gibt es auch hier jede Menge Touri-Einkaufsstände. Anita durfte heute zum ersten Mal auch zuschlagen und hat gleich einmal zwei Taschen gekauft.

Von dort aus fuhren wir mit dem Roller dem zweiten Ziel entgegen, dem Wat Leam Suwanaram, bzw. dem 18-armigen “Jow mae Kuan Im”, einer ebenfalls übergroße Buddha-Statue, allerdings in weiss.

Diese Tempelanlage besteht aus mehreren Gebäuden, die von einem kleinen See umgeben sind.

Nach einem kurzen Blick in alle  Gebäude, machten wir uns wieder auf den Weg und versuchten zum “Hin Ta – Hin Yai” zu kommen, was im Englischen soviel heist wie: ”Grandfather´s Rock & Grandmother´s Rock”. Die beiden besonderen Steine wurden der Legende nach, durch den tragischen Tod eines Liebespaares geformt. Die Formen ähneln einem Penis und einer Vagina. Wer´s nicht glaubt, hier der Beweis:

Uns erschloss sich leider nicht, warum es gerade Grossmutters Vagina ist und nicht einfach nur die, der Frau ist – aber das ist wohl eine andere Geschichte…

Nachdem wir nun beide Stein-Genitalien begutachet hatten, ging es auch schon nach kurzem Lebensmitteleinkauf weiter. Das nächste Ziel hieß: “Mummified Monk”. Dieser Mönch war so beliebt und berühmt, dass man ihn nach seinem, von ihm selbst vorhergesagten Tod, in einem Glaskasten konserviert und vor dem Khunaram Tempel ausstellt.

Dieser Mönch geht noch heute mit der Zeit, da ihm, um seine Augen nicht zur Schau zu stellen, eine Ray Ban Sonnenbrille aufgesetzt wurde.

Am Rande dieses Tempels befindet sich noch eine bronzene, wie ein flacher Hut geformte Scheibe, auf der man versuchen kann, ihr eine Ton zu entlocken. Ähnlich dem Ton bei einem Weinglas. Leider gelang uns beiden das nicht wirklich.

Ehrfürchtig verliesen wir den Platz um den Namuang Wasserfällen entgegen zu fahren. Bei diesen beiden Wasserfällen, handelt es sich, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht wie in der Broschüren angekündigten, dem Berg entsprungene Wasserfälle, sondern eher für Touristen künstlich Geschaffene. Das zeigt sich dadurch, dass das Wasser mit Rohren nach oben gepumpt wird und alles drumherum schön betoniert wurde .

Leider steht hier auch, zu unser aller Verwunderung, an jeder Ecke jemand, der Geld für irgendwas bekommen muss. So soll man, ob offiziell oder nicht, für den Platz auf dem das Auto/Roller abgestellt ist – auch wenn es irgendwo an der Strasse steht und nicht auf dem Parkplatz, ein kleines Entgelt entrichten (10-20 Baht). So wird auch eine scheinbar normale Strasse auf dem Weg zum zweiten Wasserfall, auch ganz schnell mal zum Parkplatz, welcher wieder 10-20 Baht kostet… Wer hier gedacht hat, dass war´s mit dem Löhnen, der irrt. So gibt es natürlich auch noch vor der letzten Kurve (30 Meter vom Parkplatz zum Wasserfall 2..) eine Eintrittsgebühr von 20 Baht pro Person. Ratlos sehen wir uns, wie viele andere Touristen auch, gegenseitig an und witzeln: “Hoffentlich ist das mehr als ein Rinnsal, wie der vorherige…”. Noch etwas geschockt bezahlen wir und gehen weiter. Der zweite Wasserfall (soll 80m hoch sein.. ) entpuppte sich ebenfalls als künstlich “getunt” und wurde dem angepriesenen Höhenmaß nicht so ganz gerecht. Naja zumindest hatten wir von weiter oben noch einen schönen Ausblick auf die Südostküste der Insel, da sich die Wasserfälle auf ca. 500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel befinden.

Mit den Wasserfällen im Rücken geht es bergauf Richtung Westküste. Das Wetter schlägt um und wir versuchen den bergigen Teil so schnell wie möglich hinter uns zu lassen, um böse Überraschungen zu vermeiden. So kommen wir nach einiger Zeit an ein Schild mit der Aufschrift: “Military Zone – Do not cross”. Hm, dachten wir uns, dass ist jetzt äußerst ungünstig, da der Roller das bergige Gelände nicht mehr verkraften würde und wir auch keine Lust hatten, die 6km wieder zurückzufahren. Gott sei Dank kamen Einheimische mit ihren Feuerstühlen vorbei und sagten uns, das es ok sei da durchzufahren(Hm, hoffentlich schiessen die nicht gleich und fragen dann was wir dort machen..). Bei dieser Gelegenheit zeigten sie uns kurze Zeit später auch warum diese Straße gesperrt wurde:

Die Straße ist einige Zeit vorher abgesackt und ein Tourist kam dabei ums Leben.

Nachdem wir diese Stelle glücklich überwunden hatten, sind wir an der Westküste rausgekommen. Dort liegt das Städtchen Nathon, welches den Hafen beherbergt.

Von dort aus werden wir wahrscheinlich demnächst Richtung Festland aufbrechen. Nach einem kurzen Halt, ging es dann wieder nach Norden Richtung Mae Nam Beach und dem Abendessen im Guesthouse entgegen.

Wort des Tages: Touristenattraktion




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