Apr 25 2010

Dienstag, 13.04.10 Auckland (Neuseeland)

Heute war unser letzter Tag in Neuseeland – bevor wir morgen auf die Cook Inseln fliegen. Das hieß, dass wir nicht nur unsere Wäsche waschen mussten, um unsere Rucksäcke packen zu können, sondern auch noch die fehlenden Kleinigkeiten” besorgen mussten, die wir für unseren Südseeaufenthalt brauchten.

Wir eilten also in die Stadt und wollten uns noch Schnorchel und Tauchmasken besorgen, was ein absolutes Muss ist, wenn man auf die Cook Inseln fliegt. Doch das war ohne Auto gar nicht so einfach. Denn fast alle Sportläden liegen in Vororten oder weiter entfernten Stadtteilen und uns fehlte definitiv die Zeit, um mit Bussen etc. dort hin zu fahren. Schließlich wartete ja auch noch das noch nicht ganz gelöste Computerproblem sowie eigentlich das dringend notwendige Update von Blog und Fotogalerie auf uns…

So kauften wir im einzigen erreichbaren Sportladen zwei Schnorchel namens “Guppy” und “Orca” von Mirage sowie Taucherbrillen für insgesamt 80 $.

Richtig kompliziert wurde es, als ich neue Kontaktlinsen kaufen wollte. Nichts ahnend ging ich zum Optiker, nannte meine Stärke und war mehr als überrascht, als mir der nette Herr mitteilte, dass ich ein Rezept meines Augenarztes oder Optikers in Deutschland brauchen würde, damit er mir die Linsen aushändigen darf. Ohne dieses – keine Chance! Als ich sagte, dass ich das nicht beschaffen kann, wurde mir noch angeboten, meine Augen untersuchen zu lassen. Dann wären alle Werte da, und ich könnte die Linsen bekommen. Da das aber so ca. 200 $ kosten sollte, lehnte ich dankend ab und verließ den Laden. Wieder auf der Straße schauten Stefan und ich uns ungefähr so ?!?!? an und mussten dann erst einmal lachen. Ich meine, ich wollte ja keine harten Drogen kaufen sondern lediglich Monatslinsen. Hm.

Wir suchten einen zweiten Optikerladen, und ich ging hinein, stellte mich dumm und fragte wieder nach Linsen in meiner Stärke. Doch der Plan ging nicht auf, auch diese Dame wollte wieder etwas Schriftliches mit Angabe der Dioptrien, Fabrikat, Krümmung usw. Wieder musste ich sagen, dass ich all das nicht habe und auch nicht besorgen kann. Doch dann fragte sie, ob ich evtl. noch eine Verpackung meiner jetzigen Linsen habe, die ich derzeit trage.

Ich eilte ins Hotel zurück, suchte meinen ganzen Rucksack ab und fand tatsächlich noch eine einzige Linse in ihrer Originalverpackung. Gott sei Dank. Mit dieser wertvollen Fracht in der Hand eilte ich zurück zum Optiker und präsentierte mein Fundstück. Aber noch bekam ich das hochgefährliche Präparat Kontaktlinse nicht. Nein. Sorgfältig wurden alle Werte / Zahlen / Inhaltstoffe meiner Linse mit der des Fabrikats aus Neuseeland verglichen. Sehr sehr sorgfältig. Da musste dann auch noch die Chefin drüber schauen. Aber auch damit nicht genug. Ich musste zu guter Letzt noch eine Erklärung unterschreiben, dass ich die Kontaktlinsen auf eigene Gefahr trage, bevor ich diese endlich bezahlen und einstecken durfte. Tja, andere Länder, andere Sitten, sage ich da nur. Ich bin jetzt auf jeden Fall stolze Besitzerin dreier neuseeländischer Kontaktlinsen, dich ich mir mit großer Freude und auf höchst eigene Gefahr ins Auge pfriemeln werde! 😉

Zurück im Hotel war leider viel zu viel Zeit vergangen. Wir packten unsere Rucksäcke, Stefan arbeitete wie wild am PC und brachte das System spät aber immerhin zum Laufen. Leider nicht ganz ohne Datenverlust. Wir tippten noch wie wild Berichte, schafften es aber leider nicht mehr, unseren Blog zu aktualisieren. Die Zeit arbeitet einfach gegen uns. Irgendwann gaben wir auf und gingen mitten in der Nacht ins Bett.

Wort des Tages: Kontaktlinsenbeschaffung




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