Jun 22 2010

Mittwoch, 26.05.10 Grand Canyon / Williams (USA)

Wir machten uns heute wieder rechtzeitig auf den Weg. Zwar haben wir 2 Tage für den Grand Canyon eingeplant, doch der Nationalpark ist auch wirklich richtig groß, es gibt eine Menge Aussichtspunkte und viele Wanderwege, so dass 2 Tage schnell mit Programm gefüllt sind!

Der Eintritt hier kostet 25$ pro Auto. Am Eingang konnten wir bei einer netten Rangerin unsere 2 Tickets aus dem Yosemite Nationalpark und dem Death Valley nachträglich noch in einen Annual Pass umwandeln, der insgesamt 80$ kostet und ein Jahr gültig ist. So hat man Eintritt in alle Nationalparks, State Parks und Recreation Areas in den USA und das ist eine wirklich tolle Sache, da sich dieser Pass bereits bei 4 Parkbesuchen rechnet. So zahlten wir also noch 40$ und dürfen nun so oft wir wollen in sämtliche Parks des gesamten Landes. Empfehlenswert!

Auch hier wird man wieder mit Infozeitung und Karte ausgestattet, auf welchen alle Points of Interest und Shuttlebusrouten eingezeichnet sind. 3 Buslinien fahren den Park ab, wobei die Route “Hermits Rest”, der westliche Teil, für private Fahrzeuge gesperrt ist und ausschließlich mit dem Shuttle befahren werden kann.

Wir begannen damit, den Rim Trail in der Nähe des Visitor Centers entlang zu laufen und waren sofort absolut beeindruckt. Was für eine atemberaubende Landschaft, eine Weite, die man sich nicht vorstellen und kaum erfassen kann. Wow! Der Weg führt direkt am Rand entlang, wo es unendlich weit senkrecht in die Tiefe geht. Da passt man besser auf, wohin man tritt! Wir liefen über Mather Point zum Yavapai Observation Point und schossen unendlich viele Fotos. Worte können dieses Panorama kaum beschreiben.

Ab und zu haben wir uns auch mal auf ein Klippen-Plateau gewagt, schmal und links sowie rechts ging´s runter in den Canyon. Da fing das Herz schon an zu klopfen!

Nach einer Mittagspause machten wir uns auf den Weg zum Shuttlebus für die Route “Hermits Rest”. Wir fuhren die ca. 11km lange Strecke bis zum Ende durch und wollten von Hermits Rest aus zurück wandern.

Gesagt, getan. Der Wanderweg ist toll, hat immer wieder tolle Aussichtspunkte, bei welchen man auch wieder in den Shuttle einsteigen kann, wenn man nicht mehr laufen mag. Allerdings ist es ein bisschen ungut, dass manche Stationen nur One Way Haltestellen sind, da muss man also ein bisschen drauf aufpassen, wenn man den Weg plant. Oder eben alles laufen, so wie wir (bis auf ein, zwei Ausnahmen).

Es ist wirklich schwierig, all das zu beschreiben, was wir heute gesehen haben. Wirklich überwältigend waren die Punkte, von welchen man einen Blick auf den Colorado River erhaschen kann, welcher den Grand Canyon so unglaublich toll gestaltet hat (neben Wind, Regen und der lieben Frau Sonne natürlich). Dazu zählen Pima Point, The Abyss oder auch Mohave Point und viele, viele Stellen mehr auf der gesamten Wanderstrecke. Hach, es ist so schön, unbeschreiblich. Ich weiss, ich wiederhole mich. Hinfahren und anschauen. Unvergesslich.

Gegen Abend  waren wir dann am Grand Canyon Village, wo wir noch ein Stückchen des Bright Angel Trails hinunter gelaufen sind und später vom Kolb Studio aus die Aussicht genossen und ein paar kleine Souvenirs eingekauft  haben.

Da heute Vollmond war, wurde ein geführter Moon Walk angeboten. Wir fanden uns also um 20:30 Uhr am Treffpunkt ein – und waren geschockt. Außer uns warteten ca. 500 weitere Interessierte auf den Ranger. Was für eine Menge an Leuten! Wir machten die ersten 10 Minuten des Spaziergangs im Mondlicht mit, entschieden uns dann aber doch dagegen. Zu viele Leute. Und außerdem konnte unsere Kamera im schwachen Mondlicht keine tollen Bilder machen. Schade, denn der Grand Canyon bei Nacht ist schon noch mal was ganz Besonderes, und zu zweit wäre das auch sehr romantisch gewesen.

So machten wir uns also auf den Rückweg nach Williams – und hatten natürlich die Cowboy-Schießerei wieder um Stunden verpasst.

Wort des Tages: Grand Canyon




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